Hafen von Genua mit Kränen und dem Leuchtturm Lanterna

Foto: Benjamin Smith, CC BY-SA 4.0

Genua - Verborgene Ecken zwischen Palazzi, Gassen und Meer

Abseits der bekannten Wege zeigt Genua seine stillen Seiten: Prachtpaläste, steile Treppen, ein Fischerdorf in der Stadt und Parks am Meer. Ein Streifzug für Neugierige.

Von der Parkoni-Redaktion ·

Genua wirkt auf den ersten Blick wie ein Gewirr aus Hafen, Hochstraßen und dunklen Gassen. Wer genauer hinsieht, entdeckt eine Stadt mit vielen Schichten: Paläste reicher Kaufmannsfamilien, Terrassen hoch über dem Wasser und Winkel, in denen der Lärm plötzlich verstummt.

Dieser Streifzug führt Sie zu Orten, die oft nur nebenbei erwähnt werden. Packen Sie bequeme Schuhe ein, denn Genua ist steil, und fast jeder schöne Blick will ein wenig verdient sein.

Die Straße der Paläste

Die Via Garibaldi, früher Strada Nuova genannt, wurde im 16. Jahrhundert als Adresse für die mächtigsten Familien der Republik angelegt. Heute reihen sich dort Paläste mit prunkvollen Fassaden, Innenhöfen und Treppenhäusern aneinander. Mehrere von ihnen gehören gemeinsam mit weiteren Häusern der Stadt zu den "Palazzi dei Rolli", die als UNESCO-Welterbe anerkannt sind.

Einige Paläste beherbergen Museen, andere lassen sich zumindest vom Eingang aus bewundern. Werfen Sie ruhig einen Blick in die Höfe, oft sind sie schöner als die Straße davor.

Enge Gasse in der Altstadt von Genua mit hellen Palastfassaden
Foto: Superchilum, CC BY-SA 4.0

Gassen, Treppen und Aufzüge

Die Altstadt ist eines der größten mittelalterlichen Stadtzentren Europas. Ihre schmalen Gassen heißen "Caruggi", und in ihnen wechseln sich kleine Läden, Werkstätten, Kirchen und Hinterhöfe ab. Verlaufen gehört dazu, und meistens führt der Weg irgendwann wieder hinunter zum Wasser.

Genua hat eine Besonderheit: Standseilbahnen und öffentliche Aufzüge bringen Sie die Hänge hinauf. Von den Aussichtsterrassen oberhalb der Altstadt sehen Sie Dächer, Kräne und das offene Meer in einem einzigen Blick.

Ein Fischerdorf in der Stadt

Im Osten liegt Boccadasse, ein kleines Fischerdorf, das von der Großstadt längst eingeholt wurde und doch sein Gesicht bewahrt hat. Bunte Häuser stehen dicht an einer winzigen Bucht, Boote liegen auf dem Kiesstrand, und am Abend sitzen Einheimische auf der Mauer.

  • Kommen Sie am frühen Morgen oder zum Sonnenuntergang, wenn das Licht am schönsten ist.
  • Genießen Sie ein Eis oder einen Aperitif direkt am Wasser.
  • Verbinden Sie den Besuch mit einem Spaziergang an der Küstenpromenade.
Marmorstatue einer trauernden Frau auf dem Friedhof Staglieno
Foto: Chiara Saffioti, CC BY-SA 4.0

Stille Orte der Erinnerung

Der Friedhof Staglieno ist eine Sehenswürdigkeit eigener Art. Auf weitläufigen Hängen stehen Arkaden und Grabmäler mit kunstvollen Skulpturen aus dem 19. Jahrhundert, die Genuas Bürgertum ein Denkmal setzen. Der Besuch ist ruhig und nachdenklich, auch ohne kunstgeschichtliches Vorwissen.

Parks und Klippen in Nervi

Am östlichen Stadtrand liegt Nervi mit seinen Gartenanlagen und Villen. Eine Uferpromenade führt hoch über den Klippen am Meer entlang, links Felsen, rechts Palmen und Blumenbeete. Hier können Sie in Ruhe spazieren, bevor Sie in die Stadt zurückkehren.

Der Hafen mit anderen Augen

Rund um den alten Hafen erinnern Schiffe, Hallen und der Leuchtturm "Lanterna" daran, dass Genua jahrhundertelang eine Seemacht war. Ein Spaziergang entlang der Kais verbindet Geschichte mit dem Alltag eines noch heute aktiven Hafens.

Wer die Stadt mit Kindern erkunden möchte, nimmt sich einfach einen Teil pro Tag vor: morgens die Paläste, mittags die Gassen, nachmittags das Meer. Sehr beliebt ist auch eine kurze Fahrt mit der Hafenfähre, denn vom Wasser aus erscheint die Stadt wie ein Amphitheater, das sich an den Hang schmiegt. Hinzu kommen die Gerüche von Meer, frischem Brot und Kräutern, die Genua so unverwechselbar machen. Genua belohnt alle, die sich Zeit nehmen und auch einmal abbiegen. Planen Sie für Ihre Reise ruhig ein paar freie Stunden ein, in denen Sie sich ohne Ziel durch die Gassen treiben lassen.

Direkt nach Genua

Direktflüge dorthin starten unter anderem an diesen Flughäfen: Flughafen Frankfurt Main, Flughafen Munich und Flughafen Amsterdam-Schiphol.

16 weitere Abflughäfen

Flugverbindungen nach den Flugplänen der Fluggesellschaften laut Wikipedia; maßgeblich ist der aktuelle Flugplan der Airline.

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